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MPU kurz und knapp erklärt

Sie müssen zur MPU und wissen nicht, was wirklich auf Sie zu kommt? Hier finden Sie Hilfe.

Was ist die MPU?

Die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung ist eine umfangreiche Begutachtung, mit der überprüft werden soll, ob der Kandidat fahrtauglich ist.

Wer muss zur MPU?

Aufgefordert werden Personen, die durch eine Verhaltensweise aufgefallen sind, das als eine erhebliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gilt. Wer bei der Begutachtung keine positive Prognose erhält, gilt als nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet und verliert sein Fahrerlaubnis.

Was genau wird überprüft?

Die MPU untersucht

  1. die medizinisch-körperliche Leistungsfähigkeit
  2. die Reaktionsfähigkeit und
  3. die psychologische Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr.

Wenn bei den ersten beiden Kriterien relevante Einschränkungen festgestellt werden, muss das nicht zwingend zu einer negativen Bewertung führen, wenn diese Einschränkungen durch geeignete Maßnahmen kompensiert werden können. Bei körperlichen Einschränkungen (z.B. Behinderungen) können das etwa spezielle Hilfsmittel sein. Ob mangelnde Reaktionsfähigkeit ausgeglichen werden kann, ist durch eine zusätzliche Fahrerprobung überprüfbar.

Mit großem Abstand häufigste Ursache für eine negative Begutachtung liegt im dritten Kriterium - der psychologischen Eignung. Diese Eignungsmängel können z.B. darin bestehen, dass Alkohol- oder Cannabiskonsum und das Fahren nicht konsequent genug getrennt werden, hochpotente Drogen konsumiert werden, Verkehrsregeln hartnäckig ignoriert werden oder andere Auffälligkeiten vorliegen, die eine genauere Überprüfung sinnvoll erscheinen lassen.

Angst vor der MPU: Wie berechtigt ist das?

Im Internet kann man viele Beiträge finden, wie schlimm angeblich die MPU sein soll. So pauschal ist das bestimmt nicht richtig. Tatsache ist aber, dass die MPU eine anspruchsvolle Einzelfall-Begutachtung ist, bei der man ohne eine gründliche angemessene Vorbereitung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit scheitern würde.

Die Ursache dafür liegt zum einen darin, dass man im ungefähr 1-stündigen psychologischen Einzelgespräch nicht nur mit Fragen konfrontiert wird, über die die meisten wohl noch nie genauer nachgedacht haben und deshalb nur ziemlich oberflächlich antworten kann. Das genügt aber noch nicht, sondern der Gutachter möchte handfeste echte Veränderungen sehen und nicht nur schöne Versprechungen.

Gegen die Angst kann man was tun

Durch gute Vorbereitung nämlich. Je genauer Sie wissen, was bei der MPU auf Sie zu kommen wird, um so gezielter können Sie sich natürlich auch darauf vorbereiten.

Die Vorgabe, wie der psychologische Gutachter bei der Begutachtung zu arbeiten hat, ist ziemlich genau festgelegt. Von Willkür, wie das manchmal unterstellt wird, ist das sehr weit entfernt. Er ist eng an die Beurteilungskriterien gebunden.

Empfehlung:

Wenn Sie Genaueres wissen wollen, finden Sie alles ausführlich unter Grundlagen der MPU verstehen

 
(aktualisiert am 6.11.2026)