Hoher Promillewert: Abstinenz ist der einzige Weg

Ihr Promillewert liegt über 2,1 ‰ - damit ist kontrolliertes Trinken bei der MPU praktisch ausgeschlossen. Der Gutachter wird bei diesem Wert davon ausgehen, dass eine erhebliche Alkoholgewöhnung vorliegt. Für eine positive Prognose müssen Sie Alkoholabstinenz nachweisen. Das klingt erst einmal hart, ist aber ein klar definierter Weg, den Sie mit guter Vorbereitung sicher bewältigen können.

Warum bei hohen Promillewerten Abstinenz gefordert wird

Ein Promillewert deutlich über 2 ‰ zeigt dem MPU-Gutachter vor allem eines: Ihr Körper hat sich an größere Mengen Alkohol gewöhnt. Denn um solche Werte zu erreichen, muss man regelmäßig und in erheblichen Mengen getrunken haben. Gelegentliche Trinker erreichen solche Werte normalerweise nicht, ohne vorher zusammenzubrechen. Diese erhöhte Alkoholtoleranz gilt als klares Zeichen dafür, dass kontrollierter Umgang mit Alkohol bei Ihnen derzeit nicht gewährleistet ist.

Welche Abstinenznachweise Sie brauchen

Für die MPU mit Abstinenznachweis gibt es zwei anerkannte Verfahren:

Standardmäßig werden bei Ersttätern mit hohem Promillewert mindestens 6 Monate Abstinenznachweis erwartet. In vielen Fällen empfehle ich allerdings 12 Monate - nicht weil es zwingend vorgeschrieben wäre, sondern weil es dem Gutachter deutlich mehr Sicherheit gibt und die Chancen auf ein positives Gutachten erheblich steigert.

Wann Sie mit dem Abstinenznachweis beginnen sollten

Möglichst früh. Ein häufiger Fehler ist es, den Beginn des Abstinenznachweises zu lange hinauszuzögern. Die Nachweiszeit läuft erst ab dem ersten offiziellen Screening. Wer zu spät anfängt, kann seinen MPU-Termin nicht einhalten oder muss ihn verschieben. Das kostet unnötig Zeit.

Wichtig ist auch: Beginnen Sie den Abstinenznachweis erst, wenn Sie tatsächlich bereit sind, komplett auf Alkohol zu verzichten. Ein Rückfall während des Nachweiszeitraums bedeutet, dass die gesamte bisherige Zeit verfällt und Sie von vorne beginnen müssen.

Abstinenz allein reicht nicht

Viele MPU-Kandidaten glauben, dass es genügt die geforderte Abstinenzzeit abzusitzen und die Nachweise vorzulegen. Das ist ein Irrtum. Der Abstinenznachweis ist nur die Eintrittskarte für die MPU. Im Begutachtungsgespräch müssen Sie dann überzeugend darlegen, dass Sie verstanden haben, warum es bei Ihnen so weit kommen konnte und was sich grundlegend verändert hat.

Genau hier setzt meine MPU-Vorbereitung an. Gemeinsam erarbeiten wir, wie Sie Ihre Veränderung glaubwürdig und nachvollziehbar darstellen können.

In meinem kostenlosen Erstgespräch per Videokonferenz besprechen wir Ihren konkreten Fall und den optimalen Zeitplan:

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