Meine MPU-Vorbereitung: So arbeite ich
Das Angebot an MPU-Vorbereitung ist riesig und sehr unterschiedlich. Deshalb möchte ich Ihnen zeigen, wie ich meine Arbeit verstehe, worauf ich bei der Vorbereitung Wert lege und was Sie von einer Zusammenarbeit mit mir erwarten können.
1. So funktioniert meine MPU-Vorbereitung
Erfahren Sie, wie meine MPU-Vorbereitung aufgebaut ist, welche Überlegungen ich angestellt habe und warum ich aus Überzeugung inzwischen online arbeite.
Effektiv und ohne unnötige Wege
Viele MPU-Betroffene sind ohne Führerschein. Das macht auch alltägliche Dinge deutlich umständlicher und zeitraubender. Ich meine, das muss nicht sein: Sie sparen sich unnötige Wege, indem die Vorbereitung online per Videokonferenz durchgeführt wird.
Sie müssen dafür kein Computer-Experte sein: Sie bekommen von mir einen Link per SMS oder E-Mail. Ein Klick genügt, und wir sehen uns auf dem Bildschirm. Sie müssen nichts installieren.
Ich habe auf diese Weise erfolgreich auch schon mehrere MPU-Vorbereitungen mit Betroffenen gemacht, die berufsbedingt zeitweise im Ausland waren - kein Problem. Auch ich selbst schätze diese Arbeitsweise inzwischen sehr, weil ich dadurch nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden bin.
Vertrauliche Einzelgespräche
Was Sie mir in der Vorbereitung erzählen, bleibt vertraulich. Gerade bei der MPU ist es wichtig, offen über Dinge sprechen zu können, die vielleicht unangenehm oder belastend sind. Nur wenn ich Ihre tatsächliche Situation kenne, kann ich Ihnen auch eine sinnvolle Rückmeldung geben.
Wir sprechen in aller Ruhe durch was vorgefallen ist, das jetzt zur MPU geführt hat. Schildern Sie mir, wie Sie das selber erlebt haben, und ich werde Ihnen in leicht verständlicher Sprache erklären wie sich das aus der Sicht des MPU-Gutachters darstellt und wo genau die kritischen Punkte liegen.
In mehreren Einzelsitzungen arbeiten wir Ihre persönliche Situation gründlich auf. Dabei geht es nicht darum, für die MPU eine möglichst überzeugende Geschichte einzustudieren. Wichtig ist, dass Sie selbst verstehen, was zu Ihrem früheren Verhalten geführt hat, welche Konsequenzen daraus entstanden sind und was sich seitdem tatsächlich verändert hat.
Der Kerngedanke meines Angebots
Ich halte wenig davon, Betroffenen fertige Antworten für das psychologische Gespräch beizubringen. Das kann vielleicht kurzfristig Sicherheit geben, hilft aber nicht dabei, die eigene Situation wirklich zu verstehen. Außerdem merken erfahrene Gutachter sehr schnell, wenn jemand bloß eine einstudierte Geschichte wiedergibt.
Mein Ziel ist deshalb nicht, Ihnen eine möglichst überzeugende Geschichte beizubringen. Sie sollen Ihre eigene Geschichte verstehen und in Ihren eigenen Worten erklären können.
2. Pro oder contra MPU?
Ich kann gut verstehen, dass Sie das wissen wollen. Ich antworte hier aber nur sehr kurz: Ja, längst nicht alles rund um die MPU finde ich gut.
Überlegen Sie aber mal was ganz anderes: Was bringt es Ihnen, wenn Sie meine private Meinung in allen Einzelheiten kennen? Doch nicht mehr als die Genugtuung: Da ist einer, der sieht's ganz ähnlich wie ich und teilt meine Einschätzung zur MPU.
Rein gar nix können Sie sich dafür kaufen!
Pragmatisch denken
- Sie müssen zur MPU.
- Ihr kostbarer Führerschein ist bereits weg oder ganz kurz davor.
- Wenn Sie Ihre Fahrerlaubnis zurück haben möchten, führt der Weg an der MPU nicht vorbei.
Gegen den Grundgedanken, durch die MPU die Gefährdung im Straßenverkehr zu reduzieren, wird wohl kaum jemand vernünftig etwas einzuwenden haben. Dass das sehr komplexe Konstrukt MPU seine Schwächen hat und den eigenen Anspruch, eine tragfähige Prognose über das künftige Verhalten auffällig Gewordener zu liefern, nur eingeschränkt einlösen kann, ist zwar ernüchternd - aber Tatsache ist doch, dass weder Sie noch ich etwas dran ändern können, auch wenn wir noch so viel drüber schimpfen!
Zielsetzung:
Mein Ziel ist Ihnen einen für Ihren individuellen Fall sinnvollen und möglichst direkten Weg durch das MPU-Dickicht zu zeigen. Das heißt:
- den individuellen Fall verstehen
- unnötige Umwege vermeiden
- gezielt auf die Begutachtung vorbereiten
- nachhaltige Veränderungen erreichen
Machen Sie sich bewusst: Es macht keinen Sinn die MPU einfach "irgendwie" bestehen zu wollen - Augen zu und durch…
Wenn Sie dagegen Ihre eigene Situation wirklich verstanden haben, wissen, warum es zur MPU gekommen ist und was sich seitdem verändert hat, müssen Sie dem psychologischen Gespräch nicht mit Angst entgegensehen. Sie können offen, ehrlich und selbstbewusst über Ihre Geschichte sprechen.
3. Mein Background
Zum Thema MPU bin ich auf ungewöhnliche Weise gekommen: Mich hatte es selber schon mal "erwischt" als Betroffener. Obwohl das schon 17 Jahre her ist, kann ich mich noch sehr gut erinnern an die wilde Mischung von Gefühlen:
- Wut auf mich selber, dass ich mich so benommen habe, dass es überhaupt so weit kommen konnte,
- die Angst jetzt vielleicht den Führerschein zu verlieren, der mir doch extrem wichtig war,
- das Gefühl völlig falsch verstanden und ungerecht behandelt zu werden,
- und die Sichtweise, dass alles eine total blöde, unsinnige und teure Schikane ist.
Ich kenne diese Gedanken nicht nur aus Gesprächen mit Klienten – ich hatte sie selbst.
Was mir geholfen hat
Ich bin nicht der Typ Mensch, der schnell die Flinte ins Korn wirft. Auch wenn es sich plakativ anhören mag: Ich sehe in jedem Problem eine Herausforderung, die doch irgendwie zu schaffen sein muss.
Ich bin begeisterter Schachspieler. Kein Profi, sondern nur sehr mittelmäßiger Amateur, aber immer mit dem Ehrgeiz auch in einer schlechten Stellung noch nach Möglichkeiten zu suchen, dem Gegner das Leben möglichst schwer zu machen. Kämpfen - nicht vorschnell aufgeben!
Mein professioneller Hintergrund
Ich bin Diplom-Psychologe. "Alles klar, dann war die MPU für ihn ja ein Kinderspiel", werden viele jetzt denken. So einfach ist das aber nicht. Die Psychologie ist nämlich ein sehr weites Feld.
Als Diplom-Psychologe kannte ich natürlich die grundlegenden Methoden und Denkweisen der Psychologie. Ein abgeschlossenes Psychologiestudium ist eine wichtige Grundlage – es macht einen aber noch nicht automatisch zum Spezialisten für MPU-Begutachtung.
Die allgemeine fachliche Grundlage ist wichtig – aber für eine bestimmte Aufgabe braucht man zusätzlich das entsprechende Spezialwissen und die praktische Erfahrung. Genau dieses spezielle Wissen über die Anforderungen und Feinheiten der MPU musste ich mir erst aneignen. Das war ein erheblicher Lernaufwand – und damit war es allein noch nicht getan: Entscheidend ist auch die praktische Erfahrung.